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Herz mit Ohren 2 – Hören und Tun

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Bei diesem Kindergottesdienst haben wir zwischen den einzelnen Teilen immer wieder ein Lied gesungen, dass aufgriff, was in dem entsprechenden Teil dran kam. So vertiefte sich der Inhalt noch mal.

Teil 1 – „Egon“

Auf dem Boden wurde ein überdimensionaler Körper mit Kreppklebeband aufgeklebt. Das ist der „Egon“. Egon hat ein Herz. Die drei Metallreifen vom vorherigen Gottesdienst werden an die Herzstelle gelegt.

 

 

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Erinnert Ihr Euch für was die drei Kreise standen? Gefühle, Gedanken, Wille.

In unserem Herzen haben wir auch etwas, was wir unseren Geist nennen. Wir könnten sagen, dass er hier beim Egon noch tot ist (Kreise liegen nicht übereinander; in der Lücke liegt ein Stein – angelehnt an das Bild vom Herzen aus Stein).

 

 
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So wird jeder Mensch geboren. Unser Geist ist dafür zuständig, mit Gott leben zu können, ihn hören und „sehen“ zu können. Als Gott Adam und Eva schuf, war dieser Geist lebendig. Sie waren zur Gemeinschaft mit Gott erschaffen. Erinnert Ihr Euch, dass Gott ihnen gesagt hate, dass, wenn sie vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse essen würden, sie sterben müssten? Sie sind nicht an ihrem Körper gestorben, sondern ihr Geist ist gestorben. Sie konnten Gott gehorchen nach dem, was sie von ihm wussten, aber ihr Geist, durch den sie Gemeinschaft mit ihm haben können, war gestorben.

Gott hatte dem Volk Israel dann durch die Gebote einen Bund mit ihnen angeboten, wo er gesagt hat, wenn ihr euch an diese Dinge haltet, dann kann ich euer Gott sein und wir können darüber Gemeinschaft haben. Ein wichtiger Punkt in diesem Bund war die Vergebung. Und Gott hat gesagt, dass wirkliche Vergebung nur da stattfinden kann, wo Blut vergossen wird, das für die Vergebung bezahlt. Dadurch wurde deutlich, wie schlimm unsere Sünde für Gott ist. Deswegen mussten die Israeliten dann immer Tieropfer bringen. Aber das hat immer noch nicht den Tod aus ihren Herzen rausgenommen.

Gott hat aber durch den Propheten Hesekiel sagen lassen, dass der Tag kommen würde, an dem Gott einen Weg schafft, dass die Menschen wieder ein fleischernes Herz anstatt eines steinernen Herzen bekommen können.

Teil 2 – Herz aus Fleisch

Gott hat sich also einen Weg ausgedacht, wie er wieder in diese Gemeinschaft vom Anfang mit uns kommt. Er hat sich selbst in Jesus gegeben, dass er ein Mensch wird wie wir, ein Leben lebt wie wir, nur dass er ohne Sünde war…ohne das Herz aus Stein. Und weil er aus der Ewigkeit bei Gott kam und damit für uns gestorben ist, dass uns unsere Vergehen vergeben werden können, ist diese Vergebung auch ewig und unser Herz aus Stein kann wieder ein Herz aus Fleisch werden, sobald wir diese Vergebung von Gott durch Jesus annehmen. Wir sagen dann auch, dass unser Herz rein gewaschen ist durch das Blut Jesu.

(An dieser Stelle legen wir ein rotes Tuch auf den Stein und nehmen den Stein mit dem Tuch weg. Satt dessen Papierkrone hinein legen.)

 

 

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Das ist auch das, was wir in der Taufe ausdrücken.

Und wenn das geschehen ist, kann alles von Gott in unser Herz fließen. Die Bibel sagt uns, dass wir dann eine neue Schöpfung sind und dass der Reichtum des Himmels in solch ein Herz fließen kann. Unser Herz wird durch den Heiligen Geist mit Gottes Liebe ausgefüllt.

Wenn das geschehen ist, dann tun wir nicht mehr, was uns selbst gefällt, sondern unser Herz hat Ohren für Gott bekommen und wir können Gemeinschaft mit ihm haben, so wie Adam und Eva im Garten am Anfang. Wir sehen Gott nicht mit unseren Augen, aber wir sehen ihn mit den Augen unseres Herzens. Und wir hören ihn mit unserem Herzen. Er spricht in unsere Gefühle, Gedanken und unseren Willen hinein.

 

 

 

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Teil 3 – Hören und Tun

Wir wollen uns jetzt mal drei Situationen von Menschen ansehen, die Gott gehört haben und wie sie sich darin verhalten haben. (Wir haben die Situation vorgelesen und ein Mitarbeiter hat sie währenddessen pantomimisch gespielt.)

Die erste spielt zur Zeit des Alten Testamentes.

Da war ein Mann namens Jona…ich denke, Ihr kennt ihn, oder? Jona saß eines Tages vor seinem Haus als er Gottes Stimme hörte: „Jona, mache dich auf, geh nach Ninive, der großen Stadt und rede zu ihnen von meinem Gericht, denn ich sehe ihre Bosheit!“

Jona war erschrocken. „Was? Ich soll nach Ninive gehen? Gott, Du weisst genau wie grausam die Leute dieser Stadt sind! Sie werden mich umbringen, wenn ich ihnen von Deinem Gericht erzähle! Ich kann das nicht! Ich habe Angst davor! Ich werde das nicht tun!“

Ihr wisst, was Jona getan hat, oder? (Kinder erzählen lassen, wie er erst wegrannte, um sich vor Gott zu verstecken und dann doch ging.)

Als nächstes haben wir eine Person aus dem Neuen Testament. Da haben wir Jesus selbst als Beispiel. Kennt Ihr die Geschichte, wie er in der Nacht vor seinem Tod im Garten Getsemane war? Er wusste, dass er sterben müsste, um die Menschen von ihrem steinernen Herzen zu erlösen. Und er hatte riesige Angst davor. Wir lesen das manchmal so einfach, dass Jesus das gemacht hat. Aber genauso wie wir vor so etwas Angst haben würden, hatte Jesus schreckliche Angst. Und er wollte noch Zeit mit seinem Vater im Himmel verbringen bevor er in diese Stunden der Schmerzen gehen musste.

Und es steht dort nicht so geschrieben, aber ich kann mir vorstellen, dass er hörte wie der Vater ihm sagte: „Es muss geschehen, damit wir unsere Geschöpfe für immer erlösen können, es gibt keinen anderen Weg als das ewige Blut.“

Auf jeden Fall können wir lesen, was Jesus sagte: „Vater, wenn es möglich ist, dann lass das an mir vorbei gehen, aber nicht mein Wille soll geschehen, sondern allein Deiner!“ Jesus war Gott einfach gehorsam. Das hat ihn nicht vor Leiden geschützt, aber er wusste, es ist Gottes Weg und es wird etwas Wunderbares daraus entstehen.

Als dritte Situation möchten wir uns ein Mädchen ansehen, das in unserer Zeit lebt, ein Kind, so wie Ihr es seid.

Es könnte sein, dass Gott Dir eines Tages etwas sagt wie diesem Mädchen: „Ich möchte, dass Du morgen in der Schule zu dem Mädchen aus Deiner Klasse gehst, das von allen ausgelacht wird, weil sie so dick ist. Ich liebe sie, ich habe sie erschaffen und ich möchte, dass Du zu ihr hingehst und mit ihr spielst, damit sie meine Liebe spürt.“

„Och nööö…Gott weißt Du was die anderen machen werden? Sie werden mich auch auslachen, weil ich mit ihr zusammen bin. Ich will doch, dass sie mich mögen! Ich will kein Aussenseiter sein!“

(Das Mädchen steht auf und es ist nächster Tag. Sie steht erst mit ihren Freunden rum und schaut zu der Aussenseiterin hin. Nach etwas hin und her, geht sie zu ihr hinüber. Sie gehen gemeinsam ab.)

Solche Dinge kann Gott in unser Herz sprechen. Wir haben beim letzten Mal gehört, dass es wichtig ist, nicht nur Gottes Worte zu hören, sondern sie auch zu tun. Kennt Ihr noch das Gleichnis, das Jesus gebraucht hat, um zu vergleichen wie es ist, wenn man Gottes Worte nur hört oder wenn man sie hört und auch tut? (Gleichnis vom Hausbau mit den Kindern wiederholen.)

Er sagte auch, dass es besser ist, man sagt mal nein und tut es dann doch als ja zu sagen und es dann nicht zu tun.

Wir möchten Euch ermutigen, die DInge, die Ihr von Gott lernt, hört und versteht, umzusetzen, zu lernen, seine Stimme immer besser zu verstehen, weil Ihr Gott immer besser kennenlernt. Immer besser zu verstehen, wenn die Gedanken, die Ihr habt, von ihm sind und Ihr das auch umsetzt. So können wir Gottes Reich auf dieser Erde bauen. (Man kann noch kurz darauf eingehen, auf welche Weise Gott zu uns redet.)

Vertiefung – Spielstationen zum Thema „Hören und Tun“

1) Mit dem ersten Spiel werden die Kinder in Gruppen eingeteilt, in denen sie dann die restlichen Spielstationen durchlaufen. Für dieses Spiel werden kleine Zettel verteilt, auf denen Wörter stehen. Für eine Gruppe, die entstehen soll, ein Wort (also von einem Wort entsprechende Anzahl Zettel herstellen). Die Kinder lesen ihr Wort und fangen an, es zu rufen. Dadurch, dass sie hören, was die anderen rufen, müssen sie ihre Gruppe finden.

2) Spielstation „Stimmen erkennen“: Für dieses Spiel braucht es einen Sichtschutz, wir haben ein Bettlaken hochgehalten. Ein Spieler steht vor dem Bettlaken, die anderen stellen sich dahinter. Der Stationsleiter sagt dem Spieler vor dem Bettlaken, welche Stimme der anderen Spieler er erkennen muss. Nun geben die Personen hinter dem Laken einen Ton von sich oder sagen ein Wort, sie dürfen dabei auch ihre Stimmen verstellen. Der Spieler vor dem Laken muss sagen, welche Stimme die vorgegebene Person ist.

3) Spielstation „Flüsterpost“: Jeder kennt vermutlich Flüsterpost. Bei dieser Variante kommt aber noch das „Telefon“ hinzu (zwei Plastikbecher an einer Schnur). Die Spieler stehen also weiter auseinander, jeweils ein Telefon zwischen sich. Es wird eine Nachricht vom Startspieler bis zum Ende durchgegeben.

Dies Spiel kann entweder so gespielt werden oder wie wir es getan haben noch mit einer Schatzsuche am Ende verbunden werden. Dazu waren die Nachrichten der Gruppen einzelne Hinweise, wo sich ein Schatz befindet. Nachdem alle Gruppen die Station durchlaufen hatten, mussten sie ihre Nachrichtenteile zusammen setzen, um den Schatz zu finden. Wenn dabei ein Teil fehlte, weil eine Nachricht nicht richtig gehört wurde, erschwerte das die Suche etwas.

4) Spielstation „Angelspiel“: Kennt vermutlich auch jeder. Wir haben es in größer hergestellt. Ein Karton mit Fischen drin (da reicht, wenn sie eine Büroklammer an sich haben). Eine Angel mit Magnet. In dieser Spielvariante darf ein Mitspieler angeln, ein anderer darf Instruktionen geben. Je besser man hört und umsetzt, umso besser geht’s mit dem Fischfang.

5) Spielstation „Minenfeld“: Es wird ein Minenfeld aufgebaut, bestehend aus Plastik-Wasserflaschen, beschwert mit etwas Wasser drin. Nun muss ein Kind mit verbundenen Augen oder rückwärts durch dieses Feld geleitet werden. Es bekommt dazu Anweisungen eines anderen Mitspielers welche Richtung es gehen muss, um keine Flasche umzustoßen.

6) Spielstation „Hörbeispiele“: Wir hatten eine CD mit Hörbeispielen von verschiedenen Geräuschen. Die wurden abgespielt und die Kinder mussten raten, um welche Geräusche es sich handelte. Man kann auch vor Ort verschiedene Geräusche machen, die die Kinder mit verbundenen Augen erraten müssen.

Nachdem alle Gruppen alle Stationen durchlaufen haben, kam die Schatzsuche.

Erinnerung

Zur Erinnerung an die Stunde konnte sich jedes Kind noch ein „Telefon“, wie in Spiel drei verwendet, basteln.

Dazu braucht man einfach 2 Plastikbecher und ein Stück Wolle. Die Plastikbecher haben wir vorbereitet und schon die Löcher eingesetzt. Das geht mit einer heißen Nadel am besten.

 

 

 

 

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