Archiv für den Monat August 2013

Herz mit Ohren 1

Standard

Wir haben in unseren monatlichen Kindergottesdiensten über ca. ein halbes Jahr eine Reihe zu unserem Herzen gemacht…angefangen hatte es mit einer Stunde zum Thema „Herz mit Ohren“…daraus entstanden dann weitere Stunden.

Dies war die erste Stunde:

Wir haben den Gottesdienst in Abschnitte eingeteilt und zwischendrin immer wieder gesungen. Das half, zwischendurch noch mal alles aufzulockern, durch Liedtexte auch das Thema zu vertiefen und die Konzentration der Kinder zu erfrischen. Schreiben werde ich nur die inhaltlichen Teile, Lieder kann man dann von seinem eigenen Repertoire dazutun.

Thema : Herz mit Ohren – Glauben – Hören – Tun

1.Teil – Glauben

Heute geht es um das Thema „Herz mit Ohren“. An was denkt Ihr, wenn ich Euch das Wort „Herz“ sage? (das Organ? Gefühle?…) Wenn ich Euch frage „Wo ist Euer Herz?“ Was würdet Ihr mir sagen oder zeigen?

Das Herz bezeichnet das Innerste des Menschen. Ich will Euch das mal mit den drei Reifen hier erklären: Das Herz ist zum einen unser Fühlen. Was kennt Ihr für Gefühle? (Liebe, Angst, Wut, Zorn, Eifersucht, Zuneigung, Wohlfühlen, Freude, Frieden, Ruhe…).

Dann der zweite Reifen…unser Herz besteht auch aus Denken, das Vermögen, etwas zu verstehen, das Bewusstsein, dass wir etwas einsehen, Nachdenken, Orientierung finden, Urteile fällen usw. Viele denken, das geschieht in unserem Kopf, dich es ist Teil unseres Herzens.

Und der dritte Teil ist unser Wille. Aus dem heraus, was wir fühlen und denken, entscheiden wir, was wir wollen. Es kommt aus unserem Herzen.

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Wenn wir jetzt Gott in unsere Herzen lassen, geschieht das hier:

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Gott zieht in das Herz ein und fängt an, dort zu regieren.

Wie das nun geschieht, dass er dort sein Reich bauen kann und das tun kann, was ihm gefällt, das sehen wir gleich nach den ersten Liedern.

Teil 2 – Hören

Wenn Gott im Zentrum unseres Herzens als König regiert, wird er auch reden. Wir müssen die Ohren unseres Herzens aufstellen, dass wir ihn hören.

Lasst uns mal zwei Personen der Bibel ansehen und was sie mit der Stimme Gottes gemacht haben. Es sind König Saul und König David. (Wir hatten diese Personen in den vorherigen Gottesdiensten als Themen und konnten darauf Bezug nehmen. Jetzt hatten wir es so gemacht, dass der Text gelesen wurde und jemand es dabei schauspielerisch darstellte.

Szene 1 – Saul

Saul war König geworden und brachte den Israeliten viele Siege im Kampf gegen ihre Feinde. Er wurde von allen gefeiert und war ein großer König.

Aber später vergaß Saul den Herrn, seinen Gott, der ihn zum König gemacht hatte. Er tat nur noch, was ihm selber gefiel, und er fragte nicht mehr nach Gott.

Da kam Samuel zu Saul und sprach: „Warum hast du Gott verlassen? Nun wird Gott auch dich verlassen und sich einen anderen König wählen, einen König, der auf ihn hört.“

Szene 2 – David

David dagegen hatte ein Herz mit Ohren. Das hieß aber nicht, dass er nicht auch Fehler machte. Einmal hatte er eine riesengroße Dummheit begangen. Er hatte jemanden die Frau weggenommen und den Mann auch noch töten lassen. Da hatte Gott keinen Gefallen dran.

Gott schickte den Propheten Natan zu David, um zu ihm zu sprechen. Er sagte: „Hör zu David! In Deinem Königreich ist etwas Unerhörtes geschehen!“

„Was denn?“, fragte David erstaunt. „Los, erzähl!“

Da erzählt Natan die Geschichte von zwei Männern, der eine war reich und der andere arm. Der eine hatte viele Schafe und der andere nur ein einziges und er liebte es wie sein eigenes Kind. Der reiche Mann bekam eines Tages Besuch und er ging hin, nahm das Schaf von dem armen Mann und schlachtete es, um es dem Gast zu essen zu geben.

Als David das hörte, war er empört und befahl dass dieser Mann sterben müsse, der dies getan hat, so wahr er der König sei. Da sagte Natan ihm, dass er dieser Mann sei, der einem anderen Mann seine einzige Frau weggenommen hat.

Und David hörte auf Gottes Stimme und erkannte seine Schuld. Er kniete sich vor Gott hin und betete um Vergebung.

Was ist der Unterschied zwischen den beiden?

Spiel

Wir wollen das auch noch mal testen, wie das für uns mit dem Hören und nicht Hören ist. Kennt Ihr alle das Spiel Topfschlagen? Das werden wir nun einmal spielen. Wir brauchen einen Freiwilligen. Alle anderen dürfen ihm sagen, wo er hin muss, indem man ihn mit den Worten „warm/wärmer-kalt/kälter“ lenkt.

(Unter dem Topf hatten wir kleine Gummibärchentütchen für alle, die wir aber erst am Ende an alle ausgeteilt haben.)

So, und nun probieren wir es noch mal aus, ohne das jemand eine Ansage macht. Haben wir einen Freiwilligen? Ist das ohne Hilfe möglich?

So können wir auch nicht so gut leben, wenn wir nicht auf Gott in unserem Herzen hören. Wenn wir hören, kommen wir an das Ziel unseres Lebens. Wenn wir nicht hören, irren wir umher wie ein Schaf, das sich verlaufen hat.

Bervor wir gleich nach den nächsten Liedern weiter machen noch eine Frage: Wie können wir Gott hören? Wie spricht er zu uns? (Bibel, durch andere, Predigten, Lieder, Bücher, auch durch Gedanken und Gefühle…wenn Gott in uns wohnt, wird er in unsere Gedanken reinsprechen…dann haben wir vielleicht auf einmal einen Gedanken, denken womöglich, er ist von uns, aber es ist Gott der da spricht…oder auf einmal können wir seine Liebe für jemandem fühlen und sie auch ausdrücken…)

Teil 3 – Tun

Reicht es, wenn wir einfach nur hören? Was muss folgen, wenn man etwas gehört hat? Richtig, wir müssen es auch tun!

Wir wollen in einem Beispiel zeigen, was Jesus gesagt hat, wie es ist, wenn man sein Wort hört und es auch tut und was geschieht, wenn man sein Wort hört und es nicht tut.

(Vorbereitet ist eine Fläche mit Sand und eine mit Stein und eine Gießkanne mit Wasser.)

Wir brauchen noch mal zwei Freiwillige. Jeder von Euch darf nun mit Bauklötzen ein Haus bauen. Einer von Euch auf den Sand, einer auf den Stein.

Dieser Hausbau ist unser Leben. Wir alle bauen etwas in unserem Leben auf. Was ist alles Teil vom Leben? Was kann so alles im Leben kommen? (man wird geboren, man wächst auf, geht in den Kindergarten, kommt in die Schule, wählt einen Beruf, geht arbeiten, gründet Familie, baut vielleicht wirklich ein Haus, erfüllt sich Träume…)

So baut man sich so ein Lebenshaus auf. Nach aussen hin kann das alles gleich aussehen, aber Jesus sagt, es gibt einen deutlichen Unterschied in dem, wie jemand baut,ob er dabei auf seine Worte hört und sie tut oder nicht.

Jesus spricht in diesem Bild von einem Sturm, der kommt. Regen fällt auf die Häuser (Gießkanne über den Häusern ausgießen.) Was geschieht mit den Häusern? (eins kippt um, eins bleibt stehen)

Solch ein Sturm kann etwas Schlimmes in unserem Leben sein, das geschieht und wo das Leben zusammen fällt, z.B. wenn jemand gestorben ist, den man lieb hat. Manche Menschen schaffen es danach nicht mehr weiter zu leben. Auch das Gericht Gottes am Ende der Welt kann wie ein Sturm sein. Jesus sagt, dass dort unser Leben geprüft wird.

In diesem Bild sagt Jesus: Hört nicht nur, was ich sage, sondern tut es auch, dann wird Euer Leben wie ein Haus auf einem Felsen stehen. Es steht dann fest und ist durch nichts zu erschüttern.

Wenn Ihr nur hört, was ich Euch sage und es dann aber doch nicht tut, dann ist es wie das Haus, das auf Sand gebaut ist. Wenn ein Sturm kommt, wird es nicht lange halten.

Als Hilfe können an dieser Stelle auch die folgenden beiden Männchen genommen werden…wir hatten sie auch schon im Programm vorher und konnten sie aufgreifen:

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Wollen wir Menschen sein, die Gott glauben, die auf ihn hören und auch das tun, was er sagt?

Und wisst Ihr, was dann geschieht? (zurück zu den Reifen) Gottes Herrschaft wird immer größer in unserem Leben (die Überschneidung der Kreise wird immer größer, oder rote Pfeile in die Kreise legen, die von innen nach aussen zeigen) und wir werden immer mehr verwandelt, so dass wir werden wie er ist.

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Und wisst Ihr was noch geschieht? (in der Mitte der Reifen an der Stelle der Krone eine Schale mit Wasser aufstellen) Viele Menschen sagen ja, dass wenn wir Gott gehorchen und seinen Geboten folgen, dass er uns nur den Spaß verderben will, dass er uns einengt mit „Du darfst das nicht und das nicht/ Du sollst das und das tun“. Aber das ist Satan, der das die Leute glauben machen will. Das, was eigentlich passiert ist, ist das hier. (an dieser Stelle wird eine Blume mit eingefalteten Blüten auf das Wasser gelegt…sie sollten sich eigentlich dann von alleine öffnen…Anleitungen findet man bei Google, wenn man „papierblume wasser“ eingibt) Was geschieht hier? Richtig, die Blume entfaltet sich und genauso entfaltet sich unser Herz und unser Leben, wenn wir in dem leben, was Gott uns sagt. Wir werden nicht eingeengt, sondern kommen in die wirkliche Freiheit mit unserem Leben.

Vertiefung

Als Vertiefung haben wir dann solch eine Blume gebastelt, dass die Kinder ihren Eltern das zu Hause auch noch mal zeigen können und dazu als Erinnerung noch solch eine Figur wie oben abgebildet…aus Tonkarton, auf einer Seite mit den Zeichen des nur Hörens und auf der anderen Seite hören und tun.